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Aus dem kantonalen Feuerwehrstützpunkt
Rümlang soll eine normale Ortsfeuerwehr werden. Dies sieht das Feuerwehrkonzept
2010 vor
«Das Feuerwehrkonzept 2010 hat sehr gute Ansätze», sagt
Kommandant David Steinemann. Er übt sich allerdings in Zweckoptimismus,
denn mit vielen geplanten Neuerungen ist man in Rümlang nicht einverstanden.
Im Konzept 2010 haben Verantwortliche der Gebäudeversicherung des
Kantons Zürich (GVZ) und der Berufsfeuerwehren die Organisation der
Feuerwehr im Kanton neu geregelt. Es ist geplant, Aufgaben und Material
zusammenzulegen und umzuverteilen. Damit will die GVZ, die die Feuerwehren
finanziell massiv unterstützt, Geld sparen. Das Konzept ist derzeit
in der Vernehmlassung und soll noch dieses Jahr genehmigt werden.
Fahrzeuge gehören GVZ
Die Feuerwehr Rümlang würden die Neuerungen besonders hart treffen.
Sie würde zur Ortsfeuerwehr degradiert, Rümlang wäre der
einzige Stützpunkt, der aufgehoben wird. Neu müsste Steinemann
nicht nur mit 60 statt bisher 80 Mitarbeitern auskommen, sondern auch
Material abtreten. Denn nur etwa die Hälfte der Fahrzeuge und Geräte
gehören der Gemeinde Rümlang. Die andere Hälfte gehört
der GVZ, die auch für den Unterhalt aufkommt. Gewisses Material,
über das Rümlang heute verfügt, ist den Stützpunkten
vorbehalten. So etwa die Autodrehleiter, zwei grosse Motorspritzen und
besonderes Bergungsmaterial. «Besonders die Autodrehleiter möchten
wir aber unbedingt behalten», sagt Steinemann. Seine Leute hätten
viel Zeit in die Ausbildung an diesem Fahrzeug investiert.
«Es würde weh tun, Material abzugeben, das man beherrscht.»
Ausserdem habe es in Rümlang und seiner Umgebung viele Hochhäuser
und Hotels. Falls es dort brenne, sei eine Autodrehleiter unbedingt nötig.
Dasselbe gelte für die Motorspritze. Diese würde bei einem Brand
im Tanklager Rümlang benötigt, um Wasser aus der Glatt zu fördern,
falls die Reservoirs nicht ausreichten.
Chancen sind intakt
Tatenlos will Steinemann «sein» Material nicht aufgeben. In
einem Brief an die GVZ fordert er, die Autodrehleiter und die Motorspritzen
behalten zu dürfen. Die Chancen dazu stehen gemäss Kurt Steiner,
Leiter Kantonale Feuerwehr bei der GVZ, nicht schlecht. Zwar hätte
Rümlang nüchtern betrachtet keinen Anspruch auf eine Autodrehleiter,
man berücksichtige aber auch den jetzigen Zustand. «Wir werden
einem eingespielten Team kaum bestehendes Material wegnehmen. Es wird
aber nicht mehr ersetzt, wenn wir es ausmustern müssen.»
Quellen:
Text und Foto: Zürcher
Unterländer
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